Ein humanoider Roboter ist darauf ausgelegt, dort zu arbeiten, wo Menschen arbeiten — in denselben Räumen, mit denselben Werkzeugen, ohne dass die Infrastruktur um ihn herum umgebaut werden muss. Das ist der entscheidende Unterschied zu Industrierobotern, die nur dort arbeiten, wo eigens Schienen, Stationen und klar abgegrenzte Räume für sie gebaut wurden.

Diese Flexibilität ist der Grund, warum Humanoide die am schnellsten wachsende Kategorie der Robotik sind: Goldman Sachs prognostiziert eine Verneunfachung des Marktes für humanoide Roboter bis 2030. Tesla (Optimus), Figure AI, Boston Dynamics (elektrischer Atlas) und das norwegische 1X (Neo) liefern erste Einheiten aus, wobei 1X Neo ab rund 20.000 US-Dollar angeboten wird. Mit sinkenden Stückkosten erreicht die gleiche wirtschaftliche Logik, die schon heute die Lagerautomatisierung antreibt, Branchen, die heute kaum mit Robotik in Berührung kommen.