Im Juli 2025 erreichte Amazon eine Zahl, die in praktisch keiner Schlagzeile auftauchte. Das Unternehmen betrieb damit erstmals mehr als eine Million Roboter in seinen Lagern weltweit. Etwa drei Viertel aller Bestellungen wurden bereits mit Roboter-Unterstützung bearbeitet. Die meisten Wirtschaftsmedien berichteten darüber nicht. Wenn sie es taten, dann als Randnotiz. Das ist bemerkenswert — weil die Million eine ganz bestimmte Schwelle markiert: Sie ist der Moment, an dem Robotik aufhört, ein Experiment zu sein, und beginnt, eine Infrastruktur zu werden.

Wer verstehen will, was in den nächsten zehn Jahren wirtschaftlich passiert, kommt um diese Zahl nicht herum. Hier sind sieben Datenpunkte, die das ganze Bild ergeben.

Datenpunkt 1 — Die Marktgrösse

Der globale Robotik-Markt wächst Schätzungen zufolge von rund 90 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf über 205 Milliarden US-Dollar bis 2030. Das ist eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von etwa 15 Prozent.

Zum Vergleich: Der globale Markt für künstliche Intelligenz wuchs in der ersten Welle von ChatGPT zwischen 2022 und 2024 mit ähnlichen Raten. Beide Märkte sind ineinander verschränkt — KI ist das Gehirn, Robotik die Hände — und beide stehen am Anfang einer langen Kurve.

Wichtig dabei: Die 205 Milliarden sind eine konservative Schätzung von GlobalData aus 2025. Aggressivere Prognosen wie die von The Business Research Company liegen bei bis zu 365 Milliarden bis 2030. Welche Zahl näher an der Wahrheit ist, wird sich zeigen. Aber selbst die konservative Schätzung bedeutet eine Verdoppelung der Marktgrösse in weniger als sechs Jahren.